|
Zentrum Europäisches Performance Institut
Die
GABE
Seit
einigen Jahren konzipiert ASA-European Vorstellungen und Gedanken zu dem
Thema Die Gabe.
In
Kooperation mit Knoten des Netzwerks, verschiedenen Künstlern und
interaktiv arbeitenden Personen versucht ASA-European diese Idee projektreif
zu gestalten. Einige Elemente sind in dem Gastgeber-/ Gastprinzip vorgezeichnet.
Das
Projekt Quantenpool Köln 1, die
Erfahrungen von ca 8 Jahren ASA, von
4 Jahren ASA-European, BLACK
MARKET International und viele kooperierende Projekte ergeben eine
solide Grundlage.
Ab
März 1994 hat ASA-European jeden ersten Samstag des Monats einen Jour
Fixe organisiert, der von einem Gast mit ausgerichtet wurde.
ASA-European
wird in seinem neuen, erstmal provisorischem Büro einen Technikpool
einrichten.
Die
Kommunikation an dem Projekt DIE GABE wird
dadurch in eine Kontinuität ermöglicht, die über die Grundlage,
der Jour-Fixe, hinaus reicht.
Die
Wahl der Gäste wird :
Das
gemeinsame, das die Medien und die Künstler die Protaganisten der
Wirtschaft und der Wissenschaft mit interdisziplinaer denkenden und interaktiv
handelnden Menschen verbindet, ist die selbstdefinierende Setzung von Material
und Handlung zur Idee. Idee und Handlung gehen selbst-bezügliche Transformationen
ein, die wir hiermit DIE GABE nennen.
T E X T S A
M M L U N G Der
Wunsch, das Begehren kennt keinen Tausch. Er kennt nur die Entwendung oder die
Gabe.
Die
Auflösung aller sozialer Phänomene in freischwebende Prozesse
durch quasi alchemistische Strukturen
Was
sind die aktivsten Formen?
Zwischenräume
des Wirkens gründen, in Intensitäten sein, denken
Die
Gabe ist der ursächliche Gesellschaftssinn, die Vermittlung
zwischen dem Aktuellem und dem Potientellen.
Die
Kunst war einmal die Existenz ohne Realität, da sie Welt bildete die
keine Schlüsse zuließ. Die Schlüsse die jetzt in der Kunst
gezogen werden und Realität werden, haben ihre Bindung zu Die Gabe
verloren.
Die
Gabe ist das Transformatorische, das am Beginn jeder Kultur steht.
Die
Gabe als Leiche ist eine unleugbare, nekrophile Tatsache. Gabe existiert
nicht.Wenn wir damit anfangen, sind wir damit jeden Tag konfrontiert, das
die Gabe nicht existiert. (Peter Farkas)
Gedanke:
auf keine Ästhetik berufen, keine datierbare Ethik. Ein Gebilde, ein
Zeichen entwickeln.
Wenn
es einen Anfang gab und wenn dieser Anfang der Beginn von Gemeinschaft
war, dann war dies die Gabe. Und wenn es
ein erstes Verständnis von Wert gab
und wenn dieses Verständnis das Gebilde der
Würde den Fremden freundlich aufzunehmen war, dann äußerte
sich in diesem Gebilde auch die Gabe.
Im
alten Griechenland wurde bei dem Auseinandergehen ein Teller oder ein anderes
irdenes Gefäß zerbrochen und der eine Teil der Scherbe wurde
dem Menschen mitgegeben, der diese Gemeinschaft verließ. Dem Gastgeber
oder dem Vorstand dieser Gemeinschaft oblag es, die Scherbe zu brechen.
Kam dieser Mensch irgendwann zurück, wurde an Hand der Scherben und
ihr Zusammenfügen erneut das Gastrecht erwirkt.
Die
Geschichte der Ethik als eine Geschichte der Gabe
denken, als die Geschichte der Werte.
Die
Gabe und die Nationalökonomie.
Da
das Vermögen einer Person neben seiner Leistung auch eine Fähigkeit
definiert, ist dieses Vermögen kein Besitz, es verpflichtet zur Weitergabe.
Techniken der Weitergabe sind u.a. das Fest,
der Service. Da Menschen ihr Vermögen
durch andere Menschen, (unter anderem) erhalten und sich als Mensch unter
Menschen mit und durch Werte äußern,
manifestiert sich darin eine kulturbildende Verpflichtung.
Die
Welt ist alles, was der Fall ist ( Wittgenstein )
Aus
der Fülle der Fälle hat einer mich zur Gabe
geführt
Die
Gabe, der Service-Raum und Wertetransfer.
Für
jede Situation und für jede spezifische Anforderung die spezielle
Serviceleistung. Somit wird erst in dem Aussprechen der Anforderung in
dem Aussprechen des Wunsches Form und Serviceleistung entwickelt.
Das
Verbindende ist die Gleichzeitigkeit der Intention an und in einer Sache
zu sein, obwohl Ort und Zeit der Ausführung nicht gleichzeitig sein
muß. Kristallation der bestehenden Netzwerke.
Sehnsuchtsmoment
in der Konstruktion der Netzwerke.
Netzwerke
in ihrer Materialität und in ihren Werten erkennbar machen.
Das
mentale Netzwerk Inter-Ment.
Positionslosigkeit,
das nicht mehr Objektivität beansprucht wird, als jedem zusteht und
dies entscheidet jedes mal jeder andere Betrachter.
Anonymität
der Beweggründe, Relationslosigkeit, Das Präsens.
Ein
Geschenk wird Gabe, wenn es im Zeichen
der Souveränität geschieht.
Information
- Gabe, Antagonismen.
Gabe
geschieht, ist "der" Gesellschaftsvertrag.
Die
Gabe als das Gegebene, als das ursächlich Religiöse sehen.
Alles ist gegeben, unabhängig von Allem, ist aber auch alles ohne
Erwartung gegeben?
Das
Assoziationsfeld der Gabe umreißen
als Begriff, als Handlung, als das Wirkende, etc.
Die Gabe
als Begriff im Raum, in der Zeit, in der Gravitation untersuchen. Ortbestimmung. Gabe
und Öffentlichkeit, Gabe und Handlung.
Eine Gabe,
die zu überleben half, wird im Zustand der Übersättigung
nicht mehr geschätzt.
Rahmenbedingungen
schaffen, Situationen, die als INTERFACE die immerwährende Werteimplosion
aufzeigt und ihren Formenreichtum.
Am
Fuß jeder Gabe liegt die Barbarei
(W.Benjamin in Entwendung)
Die Gabe
als Instrumentarium der Kritik an jedem Wertesystem.
Die Gabe:
Transitive Vorgehensweisen, Das Netzwerk Merleau Ponty : Um sich verknüpfen
zu können, bedarf es des Unberührbaren.
Im
Zeichen der Gabe wird Arbeit transformiert.
Die Ablesbarkeit durch Zeit bewertet eine geleistete Arbeit als Wert. Die Gabe
transformiert Arbeit in Kommunikation, Ausdruck der Gelassenheit. Die Implosion
des Kapitals.
Die Gabe:
die sich selbst genügende Gestalt, Prinzip des zureichenden Grundes,
der einseitig osmotische Ort.
Ist
die Realisation ein Vermögen, ist die Fähigkeit ein Geschenk.
/ Oder / Die traumatische Produktivkraft des Menschen ?
Die
Gabe ist ein freischwebendes, morphologisch viel fältiges Ereignis,
das Energien aus Formen trennt und anderes unvermutet verbindet.
|